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/ Categories: Limited (UK)

Beispiele für die Gestaltung von Firmengruppen

Beispiel 1 

Ziele: 
Einfache flache Strucktur 
Zentrale Kontrolle  
Optimale Absicherung von Schutzrechten wie Marken, Patenten oder Geschmacksmuster 
Imagevorteile der Group nutzen 

Dieses Gestaltungsbeispiel ist auf geschäftliche Modelle zugeschnitten, die vorwiegend auf der Vermarktung eines besonderen know hows beruhen. Dies könnte zum Beispiel eine Marke, ein Patent oder ein sonstiges Schutzrecht sein. Dieses gilt es oft besonders zu schützen.  

Im dargestellten Gestaltungsmodell hält der Unternehmer das Schutzrecht persönlich, um es vor den geschäftlichen Gefahren des eigentlichen Vermarktungsprozesses zu schützen. Der Unternehmer schließt mit seiner Know How Ltd. eine Vereinbarung bzgl. der Verwertung des know hows. Die know how Ltd. räumt der Vermarktung Ltd. eine Lizenz zur Verwendung ein. Der Zahlungsfluss für die know how Verwertung läuft entsprechend umgekehrt; - von der Vermarktung Ltd. - über die know how Ltd. - an den Unternehmer. 

Beispiel: Fleischermeister A hat sich ein besonderes Rezept für eine Bratwurst schützen lassen. Vermarktet werden die nach dem Rezept hergestellten Würste über die Fleischer A Vermarktung Ltd. Für die Rezeptnutzung zahlt diese Gesellschaft Lizenzgebühren an die Fleischer A know how Ltd.. Die Fleischer A know how Ltd. hat mit Fleischer A einen Vertrag über die Verwertung seines Rezeptes geschlossen. 

In der Praxis häugig zu beobachten ist der Wunsch nach mehr Diskretion am Markt, weshalb oft die Geschäftsanteile der Muttergesellschaft treuhänderisch gehalten werden. 


Beispiel 2 

Ziele: 
Für den Fall des zukünftigen Unternehmensverkaufs (Exit) Steuereffekte schaffen. 

Dieses Gestaltungsbeispiel soll die Wirkmechanismen einer Holdinglösung im Falle des Unternehmensverkaufs verdeutlichen. Es wird gleichsam angewendet für einen evtl. Verkauf des Gesamtunternehmens, wie auch für den Verkauf von einzelnen Geschäftsbereichen, soweit diese in eigenständige Ltd`s ausgelagert wurden. 

Bei diesem Gestaltungsmodell hält nicht der Unternehmer selbst die Anteile der die Geschäfte tätigenden Gesellschaft (Geschäft Ltd), sondern eine zweite Gesellschaft (Holding Ltd). Deren Anteile hält der Unternehmer. 

Wird die Geschäfts Ltd. veräußert, realisiert die Holding Ltd. einen Veräußerungsgewinn. Von diesem Veräußerungsgewinn sind in der Holding Ltd. jedoch nur 5 % steuerpflichtig. Das heißt, 95% des Veräußerungsgewinns werden nicht besteuert. Erst wenn der Unternehmer diese Mittel ausschüttet, erfolgt eine Besteuerung beim Unternehmer. Ob, wann und in welcher Höhe der Unternehmer eine Ausschüttung vornimmt steht ihm frei. Auf diese Weise kann der Unternehmer z.B. eine sehr intelligente Altersversorgung planen und umsetzen. Die Konstruktion der Holdingstruktur schafft dem Unternehmer damit mit geringem Aufwand deutlich mehr Handlungs- und Gestaltungsspielraum. 

Eine schnelle (Umbau)Lösung -kurz vor einem geplanten Verkauf - scheidet auf Grund gesetzlicher Vorgaben - aus.  

Alternativziele: 
Wahrung von höherer Diskretion 

Eine Holding Strucktur wird darüber hinaus oft auch zur Erreichung weiterer Ziele eingesetzt. Ggf. in Verbindung mit einer Treuhandschaft wollen Unternehmer oft die tatsächlichen Gesellschafterverhältnisse diskreter behandeln. 


Beispiel 3

Ziele:

Abgrenzung einzelner ProfitCenter
Verrechnung von Gewinnen und Verlusten einzelner ProfitCenter zur steuerlichen Optimierung

Dieses Gestaltungsmodell wird von Unternehmern in der Praxis bei geschäftlichen Modellen eingesetzt, in denen mehrere (klar abgegrenzte) ProfitCenter geschaffen werden sollen. Ein gutes Beispiel hierfür sind zum Beispiel Handelsgesellschaften mit Verkaufsstellen oder Filialen an verschiedenen Standorten. 

Jede Filiale wird als eigenständige Ltd. & Co KG geführt. Die Gewinne bzw. Verluste der einzelnen Filialen werden an der Spitze der Firmengruppe miteinander verrechnet.

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